- found in colombia

Von Oktober 2013 bis Februar 2014 habe ich eine Reise nach Kolumbien unternommen. Den größten Teil meiner Reisezeit verbrachte ich in Bogotá DC, der Hauptstadt des Landes. Bogotá hat zahlreiche Flohmärkte, auf welchen man fast alles findet – allerdings nur selten alte Fotografien.
In Kolumbien kommt offensichtlich niemand auf die Idee Fotos wegzuwerfen, so wie hier in Europa. Meine kolumbianischen Freunde waren der Meinung, das ein kolumbianisches Fotoalbum immer im Besitz einer Familie bleibt und so etwas wie ein Heiligtum darstellt – ebenso, wie die Familie das wohl Wichtigste im Leben eines Kolumbianers ist.
Dies ist in einem Land ohne Sozialsystem nicht weiter verwunderlich, da die Familie das Einzige ist, was im Fall von Krankheit, Arbeitslosigkeit und Alter Sicherheit geben kann.
Ein Fotoalbum das auf dem Flohmarkt landet, hat demnach eine Geschichte, die wohl eher den Endpunkt einer Familiengeschichte oder den Ausstoß eines Familienmitgliedes zeichnet, als eine Hinterlassenschaft die von den Nachkommen nicht angenommen wurde.

Nur einige wenige Fotodokumente habe ich in Bogotá gefunden: ein Familienalbum, einige halbverbrannte bzw. zerstörte Fotos und eine umfangreiche, aus kleinformatigen quadratischen Fotos bestehende Fotoserie.

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Diese kleinen quadratischen Fotografien, zeichnen sich alle durch eine sehr eigene Sichtweise und Kompostion im Bildaufbau aus.
Eine kleine Arbeit die ich im vergangenen Jahr begonnen hatte drängte sich mir, beim Sichten des Konvoluts sofort auf.

 

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Da ich die Fotografien aus Bogotá nicht zerschneiden möchte, wie oben, habe ich mich entschlossen sie digital zu bearbeiten. Die Ergebnisse veröffentliche ich in den kommenden Wochen hier.

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